Pinnwand


Hier findet man Aushänge, wie: Suche, Finde und Biete


An Mozart weitergereicht

Seligenstädter Sven Garrecht mit seiner Band in der Remisengalerie in Schloss Philippsruhe
Aus der Kleinstadt in die Fast-Großstadt: Der Seligenstädter Sven Garrecht spielte mit seiner Band in der Remisengalerie in Schloss Philippsruhe. Foto: Grünewald

Hanau – Musik mit hintersinnigen Texten, flotte Pop-Arrangements und dazu ein frecher Spruch auf den Lippen: Sven Garrecht gastierte mit seiner Band in der Remisengalerie des Hanauer Kulturvereins und präsentierte in der wohligen Atmosphäre des Kassettensaals sein Programm „Kleinstadt Tiger“.

Die Kleinstadt ist bei Garrecht mehr als nur Programm. Schließlich kommt der ausgebildete Musiker aus Seligenstadt. „Ein Kaff“, wie er sagt, „wo jeder jeden kennt und es alle schon vor einem wissen, dass die Freundin mit einem Schluss gemacht hat.“

 

Dort hat er auch jenen „Kleinstadt Tiger“ aufgespürt, der als Namensgeber des Programms fungiert: ein alternder Gigolo. „Bei After-Work und After-Hour liegt er täglich auf der Lauer“, so der Liedtext. Viel Lokalkolorit auch bei jener „Lügenbank“ am Seligenstädter Mainufer, die all jene, die dort Platz nehmen, dazu einlädt, auf keinen Fall die Wahrheit zu sagen. „Ein umgekehrter Beichtstuhl.“ Und doch ist Garrechts Musik mit kabarettistischen Zügen mehr als nur die Selbstbetrachtung der Provinz.

 

Groovige Popmusik lädt zum Mitschnipsen ein, und die sinnigen Texte betrachten das Leben von Haarausfall bis zum ultimativen Rezept für Erfolg. Das hat Garrecht ebenfalls entdeckt und heißt: „Man muss klauen.“ Zumindest wenn man als Musiker erfolgreich sein will. Und so macht er schmissige Anleihen bei Beethovens Elise, in seiner Version aber vor allem eine radiotaugliche Hommage an „herzerwärmende Augen, die leuchten wie die Sterne“. Allerdings ohne Happy End. Schließlich reicht er die Angebetete an Mozart weiter.

 

Wer Sven Garrecht verpasst oder erst jetzt von ihm gehört hat, kann sich auf das Lamboyfest freuen. Am 16. Juni steht Garrecht dort auf der IGHA-Bühne. Und vielleicht ist „Elise“ ebenfalls wieder im Programm.

 

Quellenangabe: Hanau-Post vom 28.05.2019, Seite 12


Stabwechsel beim Musikzug der TG

Stabwechsel an Hans Günter Labahn TG Ober-Roden
Stabwechsel von Alfred Kraus (links) zu Hans Günter Labahn. Foto: ziesecke

Ober-Roden – Nach 21 Jahren Stabführung beim Musikzug der TG Ober-Roden übergab Alfred Kraus seinen Taktstock an Hans Günter Labahn. Rund 25 Musikerinnen und Musiker verfolgten diesen Schritt, der von TG-Vorsitzendem Karlheinz Weber und Abteilungsleiter Thorsten Schrod mit Dankesworten begleitet wurde.

 

„Mit knapp 80 darf man doch allmählich aufhören“, sagte der langjährige Dirigent schmunzelnd, der nach 21 Jahren als Leiter aussteigt, sich aber noch einen Platz im Orchester freihält. Den Stab gibt er ab, aber mit seinem Tenorhorn wird er gerne bei Auftritten noch gelegentlich dabei sein. 1998 hatte Alfred Kraus die Nachfolge von Kurt Rast übernommen.

 

„Bei Platzkonzerten und Ständchen war er immer der ruhende Pol am Dirigentenpult“, beschriebt ihn Michael Reisert. In der Fastnacht hatte er für diese so lang ausgeführte Aufgabe die silberne Flamme, eine der höchsten Auszeichnungen des deutschen Karnevals, bekommen.

 

Alfred Kraus war allezeit ruhig, aber viel unterwegs. 23 Jahre spielte er sein Instrument beim Blasorchester Dudenhofen, das inzwischen gemeinsam mit dem Jügesheimer Orchester zum „Zweiklang“ wurde. Zwei Jahre leitete er das Jugendorchester des Musikvereins 06 Urberach. „Da hatte ich drei Vereine gleichzeitig – das war viel“, klingt aber auch ein gewisser Stolz aus den Worten des Rodgauers. Dabei war er eigentlich ein Späteinsteiger gewesen: erst mit 17 Jahren hatte er mit der Trompete als erstem Instrument angefangen. Nun hat er seinen Taktstock übergeben, „…damit ich nicht mehr in Versuchung komme.“ Er gesteht aber, noch einen zweiten zuhause zu haben. Seinem Nachfolger wünscht er alles Gute: „Man hat sich hier immer wohlgefühlt; das sind ja lauter nette Leute!“

 

Das „Glory, Glory, Hallelujah“, das der 50-jährige Hans Günter Labahn sein neues Orchester als erstes Stück anstimmen ließ, drückte sicher die Erleichterung aus, dass dieser Schritt nach vorne so reibungs- und lückenlos geklappt hatte. Der Neue kommt aus Obertshausen und unterrichtet als Musiklehrer an der Musikwerkstatt Seligenstadt und der Musikschule Obertshausen und Dreieich – von Keyboard und Akkordeon bis zu Trompete, Tenorhorn, Posaune und Tuba. An sein Studium am Konservatorium in Frankfurt schloss er einen fünfjährigen Studiengang „Künstlerische Ausbildung“ an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst an. Jetzt wird er es vor allem mit Fastnachts- und Kerbbegleitung und einer breit gefächerten Musikliteratur für weitere Auftritte zu tun haben. „Wir hoffen auf eine ebenso lange, erfolgreiche und harmonische Zusammenarbeit wie mit seinem Vorgänger“, äußerte Abteilungsleiter Thorsten Schrod den Wunsch des ganzen Orchesters, das sich dazu auch engagierte und neugierige neue Musikerinnen und Musiker wünscht. Geprobt wird jeden Freitag um 20 Uhr in der TG-Halle an der Mainzer Straße. Kontakt: michael_reisert@web.de oder auch unter hg1969@gmx.de.  chz


Quellenangabe: Hanau-Post vom 20.04.2019, Seite 20


Konzert: Sven Garrecht – Open-Air

Sven Garrecht – live & Open-Air

Open-Air Konzert am Samstag, 15. Juni 2019 von 17:30 bis 18:30 Uhr

 

Sven Garrecht

 

https://www.svengarrecht.de


Neugründung Jugendorchester:

Jugendorchester Musikcorps TGS Seligenstadt

Geprobt wird immer Freitags von 17:30 - 18:30 Uhr im Musikraum der TGS Seligenstadt 1895 e. V.

(Grabenstraße 48)